Sportverein  1939 Thalfingen e.V.

Inselweg 31

89275 Elchingen -Thalfingen

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Kanada  2008

vom 31.01-10.02.2008

Bildergalerie

Anreise Heli
Banff Timber Inn

Sunshine - Norquay

Kicking Horse
Lake Louise Skigebiet Abreise
Lake Lousie Fairmont  

Heliskiing in Kanada-

Welches Skifahrerherz schlägt da nicht höher?

Dass es kein Traum blieb,  dafür sorgte Gunther in monatelanger Vorbereitung: Einholen und Sichten von Angeboten, endlose Telefonate und unzählige e-Mails ….. Schließlich fiel die Wahl auf Hagen Alpin Tours, Oy.

Dank sei ihm dafür!

Ein Bus brachte uns – 3 Frauen und 13 Männer – zum Frankfurter Flughafen. Nachdem auch Helmuts Skier in Langenau an Bord gebracht wurden, verlief die Fahrt reibungslos.

Der Flug über die Nordroute wurde fast zur Gänze von einem rosa Streifen am Himmelbegleitet, die Sonne selbst sahen wir dort oben nicht. Um 16 Uhr Ortszeit landeten wir in Calgary .

Es dauerte lange, bis wir unser Gepäck wieder beieinander hatten, aber Andy erwartete uns geduldig. Bald waren Taschen, Koffer, Rücksäcke und Skier in seinem Anhänger verstaut und der Mietwagen abgeholt, den Heinz die nächsten Tage steuerte. Leider war es schon dunkel, so dass wir die Anfahrt auf die Rocky Mountains nicht genießen konnten.

In Spruce Grove Inn  

Spruce Grove Inn   in Banff waren wir gut untergebracht.

Frühstück gab es nebenan im Voyager Inn. Sauna, Whirlpool und Schwimmbecken (im Freien) boten Entspannung nach dem Skilauf. Für die Abende suchte uns Andy jeweils ein anderes Lokal aus. Steak und Lachs waren die bevorzugten Gerichte.

Ohne Murren ging’s um  7 Uhr zum Frühstück, denn wir wollten ja Skifahren. Wir lernten nacheinander  die umliegenden Skigebiete kennen:

Sunshine Village (15 km): Auffahrt  mit einer Sechsergondel, oben Lifte in alle Richtungen bis auf den  Goat’s Eye Mountain mit 2806 m. Die meisten der baumlosen Pisten sind von der Schwierigkeit her schwarz, viele auch „double black“, wenige gewalzt, viele verblasen – aber der ungewohnte Naturschnee ist herrlich weich. Freundliche junge Leute, hauptsächlich Australier, waren uns beim Verladen der Skier behilflich.

Beim zweiten halben Tag in Sunshine Village war es dort  so bitter kalt (gemessene -26,6 °, dazu Wind), dass wir trotz bester Verpackung froren und die rast bei Trapper’s ausdehnten. Es  ist dies eine urige Hütte, leider mit lauter Musikbeschallung.

In Lake Louise (ca. 45 km ) war es am Samstag und Sonntag  für kanadische  Verhältnisse ziemlich „voll“ – viele jugendliche Snowboarder – für unsere Begriffe aber noch viel Platz auf den Pisten
Es gefiel uns dort so gut, dass wir gleich zwei Tage hintereinander dort fuhren: beim zweiten Mal blauer Himmel und ein fantastischer Blick auf die Berge ringsum. In den Sonnenstrahlen tanzten Eiskristalle- wir nutzten die Zeit bis zur letzten Minute.
Die Pisten dort lassen keine Wünsche offen. Anziehend sind die „Bowls“, das sind riesige Mulden mit steilen Pisten und lockerer Schneeauflage, die schon erhebliche Anforderungen an das skifahrerische Können stellten. Zum Glück (für die älteren Ehepaare) konnte man sie auch auf leichtere Art umfahren.

Mount Norquay - unmittelbar über Banff gelegen, wirbt als Familienskigebiet. Einige steilere Waldabfahrten  weiter oben verlaufen alle parallel in gleicher Fahrt – und Blickrichtung.

 

Am Dienstag stand der Ortswechsel an: auf dem Trans-Canada-Highway  nach Golden. Da es leicht schneite, hatte niemand Lust, dort noch ein paar Stunden Ski zu fahren. So wurde es ein ganz gemütlicher Tag:

Der berühmte Lake Louise

ganz in weiß:

Lake Louise Special Offer Vacation das bekannte Fairmont Hotel http://www.martina-schild.ch/cms/upload/bilder/saison06-07/061127_LakeLouise_Chateau2.jpg

verschneit, rundherum Skulpturen aus blankem Eis von einem Wettbewerb; der See zugefroren mit einer einsamen Eisläuferin, der Viktoriagletscher im Nebel nur zu ahnen. Sehr seltsam für uns alle, die die Sommeransicht im Gedächtnis hatten!
Den Parkplatz am
Kicking Horse Pass (1625m) mit den Infotafeln über den Eisenbahnbau im Jahre 1884 hatte man nicht freigeräumt. So konnten wir nicht beobachten, wie sich die Züge durch den berühmten Spiraltunnel (1909) aufwärts schraubten. Mit etwas Glück sah man Kopf und Schwanz des Zuges an den beiden Ein-/bzw. Ausfahrten. Wir bestaunten immer wieder die Güterzüge mit ihren mehr als 120 Wagen und bis zu 5 (!) Loks, die diese schwierige Strecke befahren.

 

Das Timber Inn , das uns die letzten Tage beherbergte, liegt einsam außerhalb von Golden . Die deutschen Inhaber, Marianne und Rainer aus dem Schwarzwald, haben dort ein gemütliches Haus und einige Chalets- alles aus Holz und selbst gebaut. Nach kürzester Zeit fühlten wir uns wie zuhause. Marianne kocht selbst- vorzüglich und abwechslungsreich. Und endlich gab es auch wieder “richtiges“ Brot – selbst gebacken! Rainer ist für die Getränke zuständig und für alles, was klemmt.

 

Von hier aus erreichten wir auch den heimlichen Höhepunkt der Reise: Purcell Helicopter Skiing in Golden. Rudi Gertsch ist Schweizer Bergführer, seit 40 Jahren in Kanada und seit 33 Jahren in diesem Geschäft. Er gab uns einen Schnellkurs in Lawinenkunde, Gebrauch des Lawinen-Suchgeräts, Verhalten beim und im Helicopter und bei Notfällen. Alle  Teilnehmer mussten einen  „Waiver“ unterschreiben, d.h. Übernahme der totalen Verantwortung und Verzicht auf jegliche Schadensersatzforderung- auch im Todesfall. Das kam uns fast ein wenig übertrieben vor……..
Nach dem Start der1. Gruppe meldete der Pilot schlechtes Wetter aus dem Zielgebiet und so wurde unser Abenteuer auf den nächsten Tag verschoben. Den Nachmitttag verbrachten wir stattdessen in Kicking Horse, einem recht steilen  Skigebiet. Die Sicht war nicht gut und wegen des Windes wurde die einzige Zubringergondel zeitweilig abgestellt. Da war die Sauna am Abend ein begehrtes Ziel!

Am Donnerstag standen unsere „Fat Boys“, die  extrabreiten Leihskier fürs Heliskiing mit Namen versehen an der Hauswand. Rudi und Allyson, unsere Guides, übernahmen unsere beiden Gruppen.
5 Mal trug uns der Hubschrauber auf eine Höhe, von der wir dann unter genauer Anweisung  unserer Guides in wilder Natur abfahren durften. Es galt auf jeden Fall einen Sturz zu vermeiden, denn in dem weichen, bodenlosen Schnee fand man keinen Widerstand um aufzustehen. Wie wichtig war da die Hilfe der anderen Mitfahrer! Vorsicht auch bei Bäumen, um die  herum sich tiefe, unsichtbare Löcher bilden  können ! Trotz dieser Schwerarbeit kam bei einzelnen gelungenen Schwüngen ein besonderes Hochgefühl auf. Mittags gab es Tee und einen Imbiss auf der Hütte.
Leider nahm der Tag noch ein unerwartetes tragisches Ende, als der Heli bei der letzten Landung mit der fremden Gruppe einen Unfall hatte, den der Pilot nicht überlebte. So wurden wir zwei Stunden später von einem anderen Heli aus der Hütte abgeholt.

Es schneite die ganze Nacht, und am Morgen brachen nur noch die 12 ganz Eisernen nach Kicking Horse auf. Sie kamen begeistert vom „besten Schnee der Saison“ zurück.
So konnten wir zufrieden am Samstag morgen gen Calgary aufbrechen. Es war wieder so kalt, dass uns die Eisblumen an den Fenstern von Andys Van die Sicht auf die Natur nahmen. Überhaupt Andy: Wir hatten in ihm einen liebenswerten, kompetenten Begleiter, der uns durch seine Umsicht und Kenntnisse ein Gefühl der Sicherheit gab und uns die Tage recht genießen ließ.
Für ein letztes Bier mit ihm wurden am Flughafen die letzten Münzen zusammengekratzt. Er freute sich auf seine Familie und wir uns auf die Heimkehr nach diesen erlebnisreichen Tagen. Am Sonntag Nachmittag schließlich wurden die Skifahrer von zahlreichen Angehörigen in Thalfingen empfangen.